Hyperreaktiv
Wie in sozialen Medien um Deutungsmacht gekämpft wird
Wer sich in den Sozialen Medien aufhält, merkt schnell: Es gibt unzählige Posts. Dann gibt es unzählige Posts über Posts, dann Posts, die das Posten oder Nicht-Posten der Posts rechtfertigen – Posts, die Strategien darlegen, Positionen, Post-Positionen… Vergänglicher als jedes Post-It, das ich in den letzten Jahren an die Wand geheftet habe.
Kohout macht anhand prägnanter Fallbeispiele und theoretischer Reflexionen deutlich, dass die Überforderung durch die Flut von digitalen Inhalten einen Zustand der Hyperreaktivität herbeiführt; eine Art fiebrige Überreiztheit bedingt von Doomscrolling, Recherchieren, Kommentieren,… gepaart mit der permanenten Aufforderung zur sofortigen Reaktion. Was bleibt? Ein hyperreaktiver und zugleich passivierter Mensch – Lost in Translation.
Nora Schleich, Direktorin der EwB




