Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus
Mühlhoff arbeitet in beeindruckender philosophischer Agilität heraus, dass KI nichts Unpolitisches ist. Er zieht überzeugende Analogien zwischen KI-Architektur und totalitären Machtstrukturen.
Faschismus ist nicht nur historisch. Sein „neuer Faschismus“ sieht KI-Infrastrukturen als Werkzeuge zur Ausbeutung, Quantifizierung und Überwachung von Menschen. Besonders die prädikative Analytik, bei der anhand von Datenverarbeitung Vorhersagen über zukünftige Ergebnisse (auch Personen) getroffen werden, hängt wie ein Damoklesschwert über der Gegenwart.
Das Buch schließt mit einem Appell zur Neugestaltung der Technologie-Ethik und zur Isolation antidemokratischer Kräfte – bevor es zu spät ist.
Auszeichnung: Politisches Buch 2026 der Friedrich-Ebert-Stiftung
Nora Schleich, Direktorin der EwB




