Das politische Denken in der islamischen Welt | Teil 2
Vom Mittelalter zur Neuzeit
Mit Norbert Campagna
Die Polemik zwischen Al-Ghazali und Ibn Rushd wird von vielen als der Ausklang der „muslimischen Aufklärung“ gesehen und als der Eintritt der muslimischen Welt in ein Zeitalter der Dominanz eines konservativen Islams, wie man ihn etwa bei dem Rechtslehrer Ibn Taymiyya finden kann, dessen Einfluss auf neuzeitliche Tendenzen nicht zu leugnen ist. Berücksichtigt werden muss aber auch das Aufkommen des Wahhabismus im Saudi-Arabien des 18. Jahrhunderts, ebenso wie die ab dem 19. Jahrhundert entstehenden Konflikte zwischen einem arabischen Nationalismus und einem muslimischen Universalismus, wobei die Abschaffung des ottomanischen Kalifats durch Atatürk ein einschneidendes Ereignis darstellt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, wird Norbert Campagna einige der markanten Elemente der politischen Entwicklung in der muslimischen Welt vom ausgehenden Mittelalter bis zur Schwelle der Gegenwart hervorstreichen und Primärtexte prägender Denker kommentieren.
Prof. Dr. Norbert Campagna ist emeritierter Gymnasiallehrer und unterrichtet weiterhin Philosophie an der Universität Luxemburg. In der EwB bietet er Events zum Thema „politisches Denken“ an.
Dieses Event ist für alle, keine Vorkenntnisse nötig.
5, Avenue Marie-Thérèse
L-2132 LuxembourgInformation:info@ewb.luSprache:LU/DETrainer*in:Norbert Campagna




