Kritische Theorie und Soziale Medien
Philo-Workshop
«Das Internet und die Gesellschaften,
in denen es verwendet wird, sind heute in keinem guten Zustand.» (C. Fuchs)
Was kann eine Kritische Theorie der sozialen Medien leisten?
Die Demontage des Mythos, soziale Medien seien „neutrale“ oder „demokratische“ Werkzeuge
Die zentralen Konzepte der Kritischen Theorie – Ideologiekritik, Entfremdung und Verblendung – sind perfekt geeignet, um die tieferen Wirkmechanismen sozialer Medien zu analysieren. Es gilt, unpopuläre Fragen zu stellen: Was ist überhaupt das Soziale an sozialen Medien? Welche Geschäftsmodelle stecken dahinter?
Wir untersuchen, wie digitale Plattformen unsere Wahrnehmung der Realität verzerren und zwischenmenschliche Beziehungen in verwertbare Daten verwandeln. Werden menschliche Beziehungen in messbare Daten und Likes verwandelt, wird Kommunikation zur Ware und das wahre Miteinander, das uns eigentlich zusammenschweißt, entfremdet: Es führt zur Isolation, zur Entfremdung von uns selbst.
Es ist keine neue Nachricht, dass Soziale Medien Suchtpotenzial haben und personalisierte Sehnsuchtsorte anbieten, die im Handumdrehen durch algorithmisierte Propaganda oder gezielte Informationsauswahl unsere Sicht auf die tatsächlichen Machtverhältnisse versperren: „Verblendung“, ein klassisches Konzept der Kritischen Theorie.
Durch die Methodik der Kritischen Theorie lassen sich die verborgenen Machtstrukturen hinter der glatten Oberfläche der User-Interfaces freilegen und die eigene digitale Praxis kritisch hinterfragen. Problemtische Zusammenhänge zu erkennen ist zentral, um sich dagegen zu wehren.
Mit Nora Schleich (Philosopin & Leiterin der EwB).
Keine Vorkenntnisse nötig. Nur gute Laune. 🙂
Teil des Projektes „Digitale Dialektik. Soziophilosophische Diskussionen über unsere vernetzte Lebenswelt“, unterstützt durch die Œuvre.

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