TABU THEMA – Diagnose: Systemfehler
Über den gesellschaftlichen Umgang mit psychiatrisch diagnostizierten Menschen
Rundtischgespräch
Wer „psychiatrisch krank“ sagt, sagt auch anormal, anders… verrückt?
Die psychiatrische Diagnose scheint bis heute im gesellschaftlichen Verständnis Ausschluss aus dem funktionsfähigen Alltag zu bedeuten. Nicht selten wird über Menschen mit psychiatrischer Erkrankung vorschnell und diskriminierend geurteilt: Bei Dir liegt ein Defizit vor!
Diese und weitere ausgrenzende Handlungen führen zu einer Distanzierung in der Gesellschaft, die Krankheitssymptome wie Angst, Depressionen oder Süchte nur noch weiter verschlimmern. – Die Einweisung scheint oft der letzte Ausweg. Doch auch hier droht Entmündigung.
Dieser Gesprächsabend thematisiert diese alltägliche Diskriminierung und zeigt auf, wie eine würdige und respektvolle Prise en Charge mit psychiatrisch diagnostizierten Menschen aussehen kann.
Dieses Thema geht uns alle an, denn „verrückt werden kann theoretisch jede*r“ (Lea de Gregorio, unter Verrückten sagt man Du, 2024). Psychische Gesundheit braucht eine Gemeinschaft, die alle einbindet, statt ausgrenzt.
Am Gespräch nehmen teil:
- Tessy Bemtgen (Projektleiterin des soziokulturellen Projekts Lights On)
- Dr. Axel Meinhardt (Kinder- und Jugendpsychiater Hôpitaux Robert Schuman)
- Dr. Jean-Paul Steinmetz (Directeur des opérations Zitha Senior/Psychiatrie)
- Eine betroffene Person
Moderation: Nora Schleich (EwB)
5, av. Marie-Thérèse (Gebäude G)
L-2132 LuxembourgInformation:info@ewb.luSprache:LU




